Verbände und Fachorganisationen publizieren regelmässig Zahlen. Jeden Monat oder jedes Quartal dieselbe Arbeit: Daten holen, prüfen, Grafiken bauen, Text formulieren, redigieren. Ich richte diesen Ablauf so ein, dass er auf Knopfdruck läuft.
Ein fertiger Bericht mit Text, Grafiken und Tabellen — nicht eine Vorlage, in die noch jemand Zahlen eintragen muss. Die Zahlen werden aus der Datenquelle geholt, die Grafiken daraus gezeichnet, und auch die Sätze entstehen aus den Daten: Ob ein Wert «leicht höher» oder «markant tiefer» liegt, entscheidet eine Regel, die Sie mitbestimmen.
Der Bericht erscheint als Webseite und als PDF, im Erscheinungsbild Ihrer Organisation. Ein neuer Berichtsmonat kostet danach keine Redaktionszeit mehr, sondern einen Befehl.
Der Aufwand rechnet sich, wenn derselbe Bericht wiederkehrt. Ein monatlicher Marktbericht, ein Quartalsbericht an die Mitglieder, ein jährlicher Branchenspiegel: Was einmal eingerichtet ist, läuft ohne weitere Kosten weiter, solange die Datenquelle besteht.
Ein zweiter Gewinn wird oft unterschätzt: Konsistenz. Zahl und Text können nicht mehr auseinanderlaufen, weil beide aus derselben Quelle stammen. Wenn sich eine Zahl nachträglich ändert — bei amtlichen Statistiken die Regel und nicht die Ausnahme —, ändert sich der Satz mit.
Kein Sprachmodell, das frei formuliert. Die Sätze folgen Regeln, die aufgeschrieben, geprüft und von Ihnen abgenommen sind. Sie können jederzeit nachlesen, warum ein Bericht genau diesen Satz enthält. Für Organisationen, die für ihre Zahlen einstehen müssen, ist das der entscheidende Unterschied.
Ich bin Ökonom mit Schwerpunkt Makroökonomie und Statistik und lebe in Genf. Dreizehn Jahre lang habe ich im Staatssekretariat für Wirtschaft den Arbeitsmarkt analysiert — Arbeitsmarktstatistik, makro- und mikroökonomische Analysen, internationale Vergleiche — und die Ergebnisse für Leute aufbereitet, die damit entscheiden mussten: für politische Geschäfte, für Referate auf Bundesratsstufe, für die tripartiten Kommissionen von Bund, Kantonen und Sozialpartnern.
Darum geht es hier wieder. Aus amtlichen Daten wird ein Text, den auch jemand ohne statistische Ausbildung richtig versteht und auf den er sich verlassen kann. Der entscheidende Beitrag ist dabei selten ein Rechenverfahren, sondern das Urteil darüber, was eine Zahl im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang bedeutet, welcher Vergleich trägt und welcher in die Irre führt. Genau dieses Urteil steckt in den Formulierungsregeln.
Die Umsetzung mache ich mit R und Quarto.