Verfahren

Ein Bericht wird einmal eingerichtet und läuft danach beliebig oft. Die Einrichtung dauert je nach Umfang zwei bis sechs Wochen und besteht aus fünf Schritten.

1. Datenquelle anbinden

Ich prüfe, woher die Zahlen kommen und wie sie sich ohne manuellen Zwischenschritt beziehen lassen: eine Datei mit fester Adresse, eine Schnittstelle, eine Datenbank, ein Export aus Ihrem eigenen System. Dieser Schritt entscheidet über alles Weitere. Solange ein Mensch die Daten von Hand herunterladen und ablegen muss, ist der Bericht nicht automatisiert, sondern nur schneller.

Zur Anbindung gehört die Prüfung der Datenstruktur: fehlende Werte, Brüche in der Zeitreihe, Kategorien, die sich über die Jahre geändert haben, nachträgliche Revisionen. Diese Dinge fallen im fertigen Bericht nicht auf — sie fallen erst auf, wenn sie falsch behandelt wurden.

2. Berichtsstruktur festlegen

Welche Abschnitte, welche Kennzahlen, welche Vergleiche. Hier bringen Sie das Fachwissen ein, ich die Frage, was sich aus den vorhandenen Daten überhaupt belegen lässt. Ergebnis ist ein Gerüst, das für jeden künftigen Berichtszeitraum gilt.

3. Formulierungsregeln vereinbaren

Der Teil, der über die Qualität entscheidet. Ab welcher Veränderung heisst es «leicht», ab welcher «deutlich»? Welche Vergleiche sind zulässig, welche irreführend? Wie wird formuliert, wenn ein Wert fehlt, wenn eine Reihe zu kurz ist, wenn eine Zahl provisorisch bleibt?

Diese Regeln werden schriftlich festgehalten und von Ihnen abgenommen. Sie sind das eigentliche Produkt: Der Bericht ist ihre Anwendung.

4. Gestaltung

Schrift, Farben, Aufbau, Ausgabeformate. Der Bericht soll aussehen, als käme er aus Ihrem Haus, weil er das tut.

5. Betrieb

Danach erzeugt ein einziger Befehl den Bericht für einen beliebigen Zeitraum. Auf Wunsch läuft das zeitgesteuert, sodass der Bericht am Tag der Datenpublikation von selbst bereitliegt.

Was bleibt, ist Pflege: Datenquellen ändern ihre Struktur, Ämter benennen Kategorien um, Reglemente werden angepasst. Solche Änderungen sind selten, aber sie kommen — und sie brechen einen Bericht, der niemanden mehr hat, der ihn versteht.

Was Sie beisteuern

Zugang zur Datenquelle, das Fachwissen zur Sache und eine Person, die die Formulierungsregeln abnimmt. Mehr nicht. Insbesondere brauchen Sie niemanden mit Programmierkenntnissen — weder für die Einrichtung noch für den Betrieb.